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Wohnen so teuer wie nie

Wohnraum wird immer mehr zum Luxusgut. Noch nie waren Wohnungen und Häuser so teuer. Sogar in Krisenzeiten steigen die Preise stark.
 

altEgal, ob Miete, Eigentum, Baugrundstück oder Reihenhaus: Wohnen in Österreich ist derzeit teuer wie nie – trotz Krise. Zwar krachen weltweit die Märkte, fallen Aktienkurse und gehen Unternehmen pleite. Doch die Immobilienbranche floriert – die Preise steigen rasant. Das zeigen aktuelle Daten der Wirtschaftskammer.

Salzburg ist das teuerste Bundesland zum Wohnen

 

Der Anstieg gegenüber 2008 ist in fast allen Kategorien enorm: So kostet etwa ein Eigentum im Bezirk Fürstenfeld (Steiermark) im Schnitt 17 Prozent mehr als noch 2008, der Preis für eine Mietwohnung in Gmunden (OÖ) stieg um 11 Prozent und ein Baugrundstück in Graz-Stadt kostet 10 Prozent mehr. Generell gilt: Im Bundesland Salzburg ist Wohnen am teuersten: Ein Quadratmeter Eigentum kostet dort im Schnitt 2733,63 Euro - das ist ein Plus von 4,98 Prozent. Zum Vergleich: Im Burgenland kauft man den Quadratmeter um 1.392,04 Euro.
 

Mietwohnungen sind in Innsbruck am teuersten
 

Experten sind sich sicher: Dieser Aufwärtstrend ist nicht zu stoppen - Immo-Experte Markus Ertler von immobilien.net: „In Österreich gab es in den vergangenen Jahren keine Immobilienblase und deshalb heuer auch keine Korrektur nach unten. Diese jahrelange Entwicklung nach oben geht weiter.“
 
altBesonders auffällig sind die regionalen Unterschiede der Preise: Eine 100 Quadratmeter große Eigentumswohnung kostet in Eisenstadt im Schnitt 149.083 Euro, in Salzburg-Stadt hingegen 371.357 Euro - also mehr als doppelt soviel. Auch bei Mieten gibt es eklatante Unterschiede: eine 70-m2-Wohnung in Innsbruck kostet im Schnitt 621,6 Euro pro Monat, in St. Pölten aber nur 379,4 Euro.
 

Anton Holzapfel vom Verband der Immobilien-Treuhänder: „Das hat viel mit der Attraktivität der Lage zu tun.“ So werden Salzburg und Innsbruck besonders nachgefragt und sind deutlich teurer als etwa St. Pölten und Eisenstadt.
 

Wegen Krise: Immer mehr investieren in Immobilien
 

Grund: In der schweren Wirtschaftskrise schichten sehr viele Menschen ihre Ersparnisse um. Sie ziehen ihr Geld von Wertpapieren ab und investieren in Immobilien. Ein gutes Geschäft für Makler: „Es wird heuer weniger gebaut, das Angebot ist geringer und das macht Druck auf die Preise“, sagt Holzapfel. "Besonders bei großen Immobilien und Zinshäusern ist ein reger Markt spürbar. Eigentum ist derzeit ein gutes Investment“, bestätigt Ertler.
 
Quelle: oe24

 

 
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